Industrienachrichten

Initiative zum besseren Verständnis der Rohstoffsparte gegründet

Kieswirtschaft im Dialog

„KIWI – Kieswirtschaft im Dialog“ heißt die neue Initiative, zu der sich 20 Kies und Sand abbauende Unternehmen am Oberrhein zusammengeschlossen haben. Sie suchen aktiv das Gespräch mit Bürgern, Behörden und Politik. Ihr Anliegen: Informationen vermitteln und Verständnis wecken für ihre Sparte der Rohstoffindustrie – in der breiten Öffentlichkeit, aber auch bei Verwaltung und Politik. KIWI ist ein Arbeitskreis im Ausschuss „Öffentlichkeitsarbeit“ des Industrieverbandes Steine und Erden e.V. (ISTE).

KIWI will Öffentlichkeitsarbeit leisten vor Ort – auf lokaler und auf regionaler Ebene. Als Arbeitskreis des ISTE schließt der Verband damit eine Lücke zwischen seiner landesweiten Öffentlichkeitsarbeit und den Regionen mit ihren individuellen Problemen und Fragestellungen. Bei der Gründungs- und Auftaktveranstaltung in Sasbachwalden am 4. Juni 2018 wählten die Mitgliedsfirmen Thomas Peter (Hermann Peter KG Baustoffwerke) zum Vorsitzenden. Zu seinen Stellvertretern und Regionalvorsitzenden bestimmte man Michael Knobel (Knobel Asphalt-Kies-Beton GmbH) für die Region Südlicher Oberrhein sowie Landkreis Lörrach und Michael Krieger (Heinrich Krieger KG) für die Region Mittlerer Oberrhein sowie die Landkreise Heidelberg, Rhein-Neckar und den Stadtkreis Mannheim.

Öffentlichkeitsarbeit verstärken

Thomas Peter umreißt die Idee der Initiative: „Wir, die Unternehmen der Kies-, Beton-, Recycling- und Asphaltwirtschaft benötigen ein Instrument für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen und müssen ‚vor Ort‘ wahrgenommen werden und der Öffentlichkeit, den Medien, aber auch der Politik und den Behörden Gesprächspartner bieten.“ Dazu strebe man einen offenen Dialog mit Bürgern an, wolle Informationen bereitstellen und Wissenstransfer leisten sowie Veranstaltungen sowohl für die breite Öffentlichkeit als auch für Vertreter von Behörden und Politik organisieren. Peter: „Wir müssen gemeinsam Probleme anpacken, die uns in Zukunft enorme Schwierigkeiten bereiten werden, die Frage nach Ausgleichsflächen und Aufforstung.“ Das sei Basisarbeit und gehe auch nicht von heute auf morgen, so Peter. Aber es lohne sich: „Den bewussten, respektvollen und nachhaltigen Umgang mit unseren Bodenschätzen – den müssen wir schon unseren Kindern vermitteln!“

Vielfältige Themengebiete

Die Themengebiete, welche KIWI vermitteln soll, sind genauso umfang- wie facettenreich. Die Bedeutung heimischer Rohstoffe gehört dazu mit Informationen zu den geologischen Hintergründen des Oberrheingebiets, zum Rohstoffbedarf, den Einsatzbereichen und Produkten, ebenso die wirtschaftliche Bedeutung der Rohstoffbranche, etwa als Arbeitgeber. Besonders wichtig sei es, die Notwendigkeit einer langfristigen Rohstoffsicherung zu vermitteln und über Folgenutzungen wie Rekultivierungen und Renaturierungen zu informieren, sagt Peter: „Baggerseen sind wertvolle Biotope und Orte für Artenvielfalt.“ Durch die Ansiedlung der Initiative als Arbeitskreis im ISTE will man die langjährige Erfahrung des Verbandes bei der Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Dabei wolle man durchaus „Blaupause“ sein für andere Regionen und Fachgruppen. Begonnen habe man am Oberrhein, aber KIWI solle ausgeweitet werden auf alle Gebiete mit Kiesabbaustätten in Baden-Württemberg, so Peter.

Gruppenbild
Das KIWI-Team vom Oberrhein: Jochen Sämann, Ludger Strohmaier, Christian Pöppel, Michael Knobel, Armin Ossola, Michael Krieger, Daniel Schulz, Thomas Peter, Thorsten Volkmer, Andreas Ruf.
 
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